Schwarztee Blattgrade
Die Bezeichnung der Blattgrade ist auch für Teekenner manchmal nicht ganz einfach durchschaubar. Hinzu kommt, dass diese Abkürzungen wenig Hinweise geben auf das Aroma, es geht um die Bezeichnung der verwendeten Blätter (Spitze, Knospe, Folgeblatt) sowie um den Zustand (ganz, gebrochen). Blatt Tees ergeben meist einen feineren, leichteren und nuancenreicheren Aufguss, Broken Tees dagegen sind kräftig dunkel und vollmundig.
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Pekoe: Je jünger ein Teeblatt, umso mehr ätherische Öle und umso mehr verschiedene Duftnuancen weist es auf. Pekoe stammt vom Kantonesischen „Pak-Ho", was soviel heisst wie „Neugeborenes". Ein Pekoe Tee besteht aus jungen Blattknospen und den nächsten beiden Blättern; er entspricht einer hohen Qualität.
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Orange: Hat weder mit Farbe noch Aroma zu tun, sondern bez. eine hohe Blatt - Qualität.
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Tippy: Bezeichnung für das Vorhandensein der aüssersten Blattknospe, die durch ihre feine Behaarung bei der Fermentation golden oder silbern schimmert und ein vollmundiges Aroma erzeugt.
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Golden: Blattknospen mit goldener Farbe, bernsteinfarbener Aufguss mit vollem Aroma.
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Flowery: „Blumiges" Aroma, Bezeichnung für „duftende" Tees.
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Broken: Gebrochenes Blatt mit vollmundigem, kräftigem Aroma.
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Fine: Bezeichnung für gehobene Blattqualität.
Blatt - Tees
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SFTGFOP1 Das beste und erlesenste Blattgrad, vor allem beim Darjeeling.
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Special Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1. Die 1 steht für allerbeste Qualität.
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Dann absteigend nach Blattgrad FTGFOP, TGFOP, GFOP, FOP.
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Alles Tees eher jüngerer Triebe mit Duft und leichtem, nuanciertem Aroma.
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OP = Orange Pekoe: Grössere Blätter mit weniger Tips aufgrund der späteren Pflückung. Lebhafte, vollmundige, kräftige Tees.
Broken Tees
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TGBOP = Tippy Golden Broken Orange Pekoe. Bestes Blattgrad mit immer noch subtilem, duftendem, aber schon kräftigem Aroma.
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FBOP: Spätere Pflückung mit vollmundigem, kräftigem Aroma und dunklem Aufguss.
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BOP: Stark färbender, kräftiger Tee mit viel, oft malzigem Aroma. Typisch „ostfriesisch", sehr beliebt mit Milch und Zucker.
Die Tee Pflanze
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China - Pflanze (Thea sinensis)
Dieser Teestrauch wächst in Höhenlagen bis 2500 Meter und verträgt sogar leichten Frost. In Darjeeling gibt es Büsche, die 140 Jahre alt sind. Die zarten Blätter sind eher klein und im Aroma ergeben sie einen hellen, milden, blumigen Tee. In Darjeeling und Teilen Chinas überwiegen die China - Pflanzen.
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Assam - Pflanze (Thea assamica)
Diese grossblättrige Pflanze wächst im tropischen Klima in der Ebene oder im Sumpfland. Ohne Beschnitt kann dieser Baum bis 18m hoch werden. Der Ertrag ist höher als bei der China Pflanze und im Aroma ist dieser Tee kräftig, würzig und dunkel. In Assam, Nilgiri und Ceylon überwiegen die Assampflanzen oder Kreuzungen zwischen beiden Typen.
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Darjeeling - Champagner des Tees
Darjeeling Tees gelten als die begehrtesten Schwarztees der Welt. Ihr Aroma ist weltberühmt und facettenreich - von würzig über blumig bis zum gesuchten Muskatell-Flavour.Darjeeling liegt im Nordosten von Indien, an den Hängen des Himalaja. Im Sommer herrscht mildes, feuchtes Klima, im Winter jedoch ist es rauh und kalt - deshalb haben die Teepflanzen in Darjeeling als einzige der Welt eine Winterruhe - abgesehen von einigen sehr hoch gelegenen Plantagen in Ceylon. Die Pflanzen wachsen langsam, haben eher kleine Blätter und nehmen wenig Feuchtigkeit auf. Durch das langsame Wachstum entstehen sehr feine Aromen mit vielen Nuancen.
Darjeeling Tee wird ausschliesslich von Hand geerntet - eine Industrialisierung ist aufgrund der steilen Hanglagen unmöglich. Frauen beginnen frühmorgens, wenn die Vögel zwitschern und die letzten Nebelwolken sich verziehen, in den steilen Hanglagen mit der Pflückung der Teeblätter. Die atemberaubende Kulisse der höchsten Berge der Welt, die sanfte, kühle Frische des Bergwindes und die vielen Bergbäche und Wasserfälle strahlen eine Magie aus, die sich auch in der Teetasse mit hellem, klarem Aufguss und spritzigem Aroma wunderbar entfaltet. Wer eine Teereise plant, muss Darjeeling gesehen haben - alleine die Zugfahrt mit der alten Eisenbahn ist ein Erlebnis.
Es gibt drei Haupternteperioden:
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First Flush oder Frühjahrspflückung von März bis April. Diese Tees sind die gesuchtesten mit den interessantesten Aromen. Sie schmecken zwischen blumig, frisch und herb bis zu leicht nussig und „grün". Das Blattgut ist infolge des geringen Feuchtigkeitsgehaltes hell, ebenso die Tassenfarbe.
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Second Flush oder Sommerpflückung: Mitte Mai bis Ende Juni wird aufgrund des gesteigerten Wachstums und des warmen Klimas ein kräftigerer Tee mit hocharomatisch, würzigem bis fruchtigem Aroma erzeugt, der satt und nachhaltig schmeckt.
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Herbsttee oder Autumnal: Nach der Regenzeit haben die Pflanzen viel Wasser aufgenommen und wachsen schnell. Diese grossen Blätter ergeben weiche Tees mit ausgeprägtem „Herbstaroma" - das sich am ehesten mit leichtem Nuss- oder Waldaroma beschreiben lässt. Am gesuchtesten sind Tees mit dem süsslich-würzigen Muskatellaroma.
Assam Schwarztee
Assam ist mit über 2000 Teegärten das grösste Teeanbaugebiet der Welt und liegt im Nordosten des Landes, angrenzend an Bangladesh. Hier ergiesst sich der Monsun wie eine Sintflut und in der warmen Jahreszeit ist es fast unerträglich heiss und schwül. Die speziell gezüchtete Assampflanze verträgt dieses unwirtliche Klima und belohnt uns mit einem Tee, der wuchtig, malzig, dunkel und vollaromatisch ist. Er weist oft schöne goldene Tips auf, ist reich an Tannin und schmeckt robust. Assam verträgt sich ausgezeichnet mit Milch und Zucker.
Assam first Flush wird im Frühjahr gepflückt und ist leichter, facettenreicher und würziger im Aroma als die folgenden Sommertees (Second Flushes). Der Second Flush ist der eigentliche Standard - Assam, wie er sehr beliebt ist: Kräftig, malzig, hocharomatisch.
Ceylon Schwarztee
Mit einer Fläche nur eineinhalb Mal so gross wie die Schweiz, ist dieses Land der drittgrösste Tee-Produzent nach Indien und China. Es wird Tee in allen Höhenlagen produziert, wobei derjenige aus den hochgelegenen Plantagen - ähnlich wie beim Darjeeling Tee - einen Ruf als Spitzentee geniesst. In Ceylon erntet man aufgrund des tropischen Klimas das ganze Jahr hindurch, und zwar immer noch hauptsächlich von Hand. Ceylon Schwarztees sind meistens fruchtig-aromatische Tees mit vollmundigem Aroma, jedoch leichter und ohne das typische Malzaroma des Assam. Sie vertragen sich gut mit Milch, können aber auch ohne genossen werden. Es gibt die folgenden Hauptanbaugebiete:
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Dimbula: Im westlichen Hochland gelegen, werden hier körperreiche Tees produziert, die golden aufgiessen und lange nachklingen.
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Nuwara Eliya: In den höchstgelegenen Teegärten der Welt wird ein aussergewöhnlicher Tee von bester Qualität produziert; mit zartem, bezauberndem Aroma und heller Tasse mit leicht waldartigem Duft. Dieser Tee besticht oft durch ein schönes, silbernes Tippy-Blatt.
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Uva & Uda-Pusselawa: In mittleren Lagen wird ein kräftiger, rotgolden aufgiessender
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Tee mit körperreichem, robustem Aroma produziert, der sich gut als Morgentee eignet.
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Nilgiri - Tee aus den blauen Bergen
Inmitten von unberührtem Urwald liegen die Nilgiri Berge im Süden von Indien. Hier wächst ein Spitzentee, der den Vergleich mit Darjeelings oder Ceylons nicht scheuen muss. In vielen kleinen Teegärten pflückt man das ganze Jahr hindurch. Nilgiri ist ein weicher, gerbstoffarmer Tee mit charakteristisch waldig-würzigem Flavour. Am ehesten lässt er sich mit einem Ceylon vergleichen, hat aber einen ganz eigenen Charakter. Eine schöne Abwechslung für jeden Schwarztee - Geschmack.
China Schwarztee, eine Welt voller Entdeckungen
China's Schwarztees sind - zu Unrecht - eher wenig bekannt. Dabei produziert die Jahrtausende alte Teekultur in China wunderschöne Tees, viele davon in kleinen, abgelegenen Teegärten, die aufgrund der intakten Natur und der alten Teestrauchsorten problemlos beste Bio - Qualität anbieten können.
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Yunnan: Im Südwesten der Provinz Yunnan, an der Grenze zu Laos und Birma, wird in warmem und feuchtem Klima in schattigen Bergregionen ein meist grossblättriger Tee mit goldenen Spitzen produziert, der mit Milch ausgezeichnet malzig, vollaromatsich und ganz mildrauchig schmeckt. Ein Yunnan ist weich wie Samt und ein Augen- und Gaumenschmaus.
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Keemun: Diese Tees haben meist ein feines, drahtiges Blatt und einen sehr milden, süsslichen ausgewogenen Geschmack mit leichtem Orichdeenduft. Sie enthalten wenig Koffein und sind sehr bekömmlich. Es sind ausgesprochene Nachmittags- und Abendtees.
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Lapsang Souchong: Über harzreichem Fichtenholz geräucherte, grossblättrige Spezialität, die wunderbar zu salzigen, stark gewürzten Speisen und zu Käse passt.
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Rosentee: Der Ursprung aller aromatisierten Tees liegt in China, wo man seit jeher Tee vor allem mit Blüten und Früchten parfümiert.
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China Oolong: Dieser halbfermentierte Tee enthält wenig Coffein, ist weich und sähmig im Aroma. Er ist ein hervorragender Abendtee und eignet sich zu jedem Essen.
China Pu Erh Tea
Pu Erh Tee stammt von sehr alten, grossblättrigen Teesträuchern und wird lange gelagert, bevor er in den Verkauf kommt. Die Fermentation erfolgt langsam und sorgfältig, damit alle Wirkstoffe erhalten bleiben. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt er als Gesundheitstee, der als entschlackend, harntreibend und stoffwechselanregend gilt und Diäten unterstützt. Er spendet bei Yang- Energiemangel Wärme und Kraft. Pu Erh Tee schmeckt würzig - erdig.
Aufgrund der enormen Nachfrage in der ganzen Welt gelangt viel Tee schlechter Qualität auf den Markt; wir haben uns durch das breite Angebot getrunken und sind auf schöne, traditionelle Tees gestossen, die noch nach alten Qualitäskriterien produziert werden.
Schwarztee Blends
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Ostfriesische Teezeremonie
Malzige, würzige, schwere Assams gemischt mit einem Anteil Ceylon, Südindien oder Java, werden stark zubereitet. Ein grosses Stück Kandiszucker (Kluntje) wird in die Tasse gegeben und mit dem heissen Tee übergossen (der Kandis bricht und knistert dabei), dazu gibt man Milch oder Rahm, den man an den Tassenrand gibt, damit eine schöne Wolke entsteht. Umrühren ist tabu! Der Tee schmeckt anfangs stark und wird mit jedem Schluck süsser und sahniger. „Abwarten und Tee trinken" soll übrigens in Ostfriesland seinen Ursprung haben!
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Tea Time in Grossbritannien
Die Engländer sind berühmt für ihren Teekonsum und ihre reiche Vielfalt bei den aromatisierten Tees. Fast jeder Anlass ist auch eine Gelegenheit für eine Tasse Tee - und ein kleines Gespräch. Eine Teabreak gönnt im schnellen Lebenswandel eine Pause und hält Freundschaften aufrecht. Wäre es nicht schön, einen täglichen 5 o'clock Tea einzuführen?
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Earl Grey - das süsse Öl der Bergamotte
Er ist DER Klassiker unter den aromatisierten Schwarztees. Das Öl der Zitrusfrucht Bergamotte macht jeden Tee zu etwas ganz besonderem, zu einem duftenden, belebenden Genuss. Earl Grey ist ein klassischer Nachmittagstee, da er nach dem Essen wieder munter macht; auch zum 5'o'clock-Tea mit Scones und Muffins macht er sich hervorragend.



















